Mein  kulinarischer Tag begann so:

 

Kurz nach meinem 60. Geburtstag lese  ich an einem Maimorgen meine Tageszeitung und eine Seite hat sofort meine totale Aufmerksamkeit. Le Journal de la Haute-Marne organisiert  zusammen mit der bekannten Ducasse Kochschule  einen Kochwettbewerb.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann  am 24. Juni ein Anruf. Ich bin im Finale.!!!

 

27. Juni  ein wunderschöner Sommertag es geht Richtung Colombey-les-deux-eglises.

 

 La Montange  das Restaurant der Familie Natali.

öffnet seine Küche für sechs Hobbyköche.  

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Ein kleines technisches Problem  zögert etwas meinen Tatendrang  Mein Backofen hat  durch ein Gewitter den Geist aufgegeben.  Aber meine Entscheidung ist  getroffen.  Ich  finde eine  Lösung.  Nach einigen Überlegungen  entscheide ich mich für ein Kaninchen in Wein aus unserer Region . Mit Zwetschgenwasser  flambiert.   Es hört sich doch nicht schlecht an. Das Rezept erstellt, gekocht, von Cricri getestet  aber vorher noch  von  ihm fotografiert. Das Formular ausgefüllt ab in den  Briefkasten ehe ich es mir wieder anders überlege. So nun abwarten.....

 

Haut-Marnais, à vos fourneaux !

Le Journal de la Haute-Marne, en partenariat avec TV Mag et la prestigieuse Ecole Ducasse, organise l’épreuve départementale du grand concours national

 Tous en cuisine 

 

 

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Hier der Bericht  einer Hobbyköchin   in einem Sterne Restaurant. Ich kam mir vor wie  Alfredo in dem Film Ratatouille. Nur fehlte mir die Ratte Rémy.....

 

Madame Bletner, die Direktorin der Tageszeitung,  und Chef Natali erklären uns den Verlauf  dieses  Wettbewerbes. Jetzt ist es soweit. Was kommt in die kupfern Kochtöpfe?

 

 Acht Gemüsesorten und so viel wie möglichst  sollten verwendet werden. Zwei identische Teller müssen präsentiert werden. Zusätzlich als „Geschenk“ die ersten Pfifferlinge der Region. Der V orratsraum mit Zutaten steht  uns zur Verfügung.  

 

Auf Los geht’s Los 1 1/2 Stunden  die Uhr läuft…..

Persönlich bin ich sehr von dieser Küche beeindruckt und auch etwas eingeschüchtert. Ich benötige einige Zeit um mich  mit Allem vertraut zu machen. Aber Zeit habe ich nicht. Also durchatmen und rann an das Gemüse.

 

Mein Warenkorb enthält: Grüner Spargel, Mangold, Violette  Artischocke , zwei verschiedene Tomatensorten, rot, grün und gelbe Paprika, junge weiße Zwiebeln, eine Gambobohne,  einige Erbsen, 1 Zucchini. 1 Bund junger Karotten.

 

Ich entscheide mich für  eine Piperade. Paprikagemüse eine Spezialität des  Pays Basque. Dafür werden:

 

Die Paprikaschotten  gewaschen, geteilt und die scharfen Kerne entfernt. Für etwa 10 Minuten in die Backröhre. Durch dieses Verfahren lassen sie sich besser schälen.

 

Hier kommt schon mein erstes Problem. Wie  bekomme diesen Super Pro  Ofen an?  Chef Natali kommt gleich zur Hilfe.   Hier wird natürlich nur auf riesigen Pianos die mit Gas heizen  gezaubert.  Uff gerettet!!!

 

In der Zwischenzeit  schäle ich eine Küchenzwiebel und schneide sie in feien Streifen. 1 Knoblauchzehe und etwas Thymian warten auf die Paprika.

 

Die Tomaten schneide ich in Würfel. Sie werden je nach Farbe in zwei Gläser geschichtet. Mit Vinegrette geträufelt. Nicht zu viel. Sie sollen ja nicht schwimmen lernen.  Tomatentartar fertig.   Ab in den Kühlschrank.

 

 Eine Vinegrette aus Olivenöl, weißem Balsamikum Essig, Salz und Pfeffer dient mir für den Rest meiner Arbeit.

 

Jetzt wieder zu der Paprika. Paprika schälen in feien Streifen schneiden.

Etwas Olivenöl in eine Pfanne erhitzen. Zwiebeln zu geben

 

Ups. Das große Kochfeld der Pianos ist heiß. Die Zwiebeln (und ich) hatten Glück.

 

 Jetzt die Paprikastreifen in die Pfanne. Es brutzelt wie im Fernsehen.  Ein Stück Würfelzucker, Salz und Pfeffer. Und die Piperade wird am  Pianorand vergessen bis zum Anrichten.

 

 

Der Rest des Gemüses wartet.

 

Ich möchte  einen Salat aus gekochten und rohem Gemüse erstellen dafür:  Schäle ich den Mangold. Nur den Stiel. Schneide den Stiel in Stücke und Blanchiere 2 Minuten. Sieben,  In Eiswasser schocken.

 

Erbsen schälen und auch blanchieren;  blanchiere zwei Erbsenschoten mit (für die Dekoration), Sieben,  In Eiswasser schocken.

 

 Grünen Spargel schälen  mit einem Gemüseschäler in  feine Streifen schneiden. Vorsicht!! Der Spargel soll ganz bleiben.

 

Karotten putzen, Etwas grün lassen) waschen und der Länge nach teilen.

 

 Schneide die Zucchini mit dem Gemüseschäler in Streifen. Zwei Minuten blanchieren. Sieben,   In Eiswasser schocken.

 

Weiße Zwiebeln in feien Ringe schneiden.

 

Die Artischocken und die Bohne (die ich nicht kenne) vergesse ich. Zuviel Arbeit keine Zeit mehr. Der Chef ruft schon : „Noch  sieben Minuten“.

 

Pfifferlinge säubern und in etwas Butter anbraten.

 

Jetzt geht’s ans Anrichten.

 

Die Piperade kommt auch in ein Glas.

 

Alle Gemüsesorten  (außer den Erbsen, und Pfifferlinge) kommen  in die Vinegrette.

 

 

Die große Porzellan Auswahl macht es mir schwer mich für eine Tellerwahl zu entschließen. Ich entscheide mich für weisse, große, tiefe Teller. Entscheidung die ich  beim Anrichten meines Salats bereut habe.

 

  In zwei Teller wird der Salat angerichtet. Die Erbsen kommen wieder  in die blanchierten Schoten und werden  zusammen mit den Pfifferlingen als Dekoration  auf dem Salat angerichtet.  Die beiden Gläser mit der Piperade und dem Tomatentartar nicht vergessen.  Da ruft auch schon der  Chef  Madame Marcenac :“ Bitte tragen sie auf.“

 

Wie sagt man im Kasino: „Les jeux sont faits!“

 

Meine Präsentation gefällt mir nicht aber jetzt  muss ich da durch. Die „Richter“ rufen  und ich verteidige so gut ich kann mein Gericht. Ich bin sehr beeindruckt und gestresst.  

 

Mit meinen Leidensgenossinnen  warte ich auf das Ergebnisse. Ich  bin nicht mit mir zufrieden.

 

Chef Natali  versammelt uns auf der wunderschönen Terrasse, mit Blick auf die Haute-Marne Landschaft, seines Restaurants.  Jeder der sechs Teilnehmer wird in die Mangel genommen. Kritik und Komplimente werden verteilt. Wie befürchtet meine Präsentation hat ihm und der Juri ( wie auch mir) nicht so gefallen aber meine Piperade und mein Salat fand Anklang. Na, wenigsten Etwas.

 

Im Endeffekt bekomme ich die Bronzemedaille. Ich bin froh, erleichtert und total erschöpft.

 

Ein  einmaliges Erlebnis.

 

Viel Glück für Cloé für den weiteren Verlauf des Wettbewerbs.

 

Ein Herzliches Dankeschön an Le Journal de la Haute Marne und  an Chef Jean-Baptist Natali die mir einen meiner Träume erfüllt haben.

 

 

Einmal in  einer Sterne Restaurant Küche    

 

 

 

 

 

 

 

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Dieser Artikel geht mir nicht mehr aus dem Kopf.  Sechs Teilnehmer kommen in eine Vorauswahl und dürfen  in dem in unserer Region  renommierten  Sterne Restaurant  ihre Künste zeigen..

 

Na, dass wäre doch ein schönes nachträgliches Geburtstagsgeschenk.

Einmal in einer Sternekochküche  kochen  zu dürfen.  

Also folge ich dem Aufruf der Zeitung:

„Haute-Marnais an euere Herde!!! “.

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Hier der Zeitungsartikel der Tageszeitung.  Roll die Seite runter bis zu  « Colombey aux petits oignons“  JHM

 

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